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StrategyMichael SaylorTreasury-UnternehmenGeschäftsmodell

Das Michael-Saylor-Modell: Warum Unternehmen ihre Kasse in Bitcoin umwandeln

Wichtige Punkte
  • 01Strategy akkumuliert mehr als 766.000 BTC mit einer Gesamtinvestition von über 35.000 Mio. $.
  • 02Das Modell beruht auf einer einfachen These: Bargeld verliert an Wert; Bitcoin gewinnt an Wert.
  • 03Mehr als 50 börsennotierte Unternehmen in 15 Ländern haben die Strategie seit 2020 nachgeahmt.

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Führungskraft in einem Konferenzraum mit Finanzbildschirmen

Im August 2020, mitten in der Pandemie und mit Zinssätzen auf historischen Tiefständen, traf Michael Saylor eine Entscheidung, die das Verhältnis zwischen Unternehmen und Geld für immer verändern sollte. MicroStrategy, sein Softwareunternehmen für Business Intelligence, kündigte an, seine Kassenreserve von 250 Millionen Dollar in Bitcoin umzuwandeln.

Saylors Logik war einfach, aber durchschlagend: Bargeld in Dollar verliert jedes Jahr zwischen 15 % und 20 % seiner Kaufkraft, wenn man die reale Inflation berücksichtigt. Bitcoin, mit einem maximalen Angebot von 21 Millionen Münzen und einer unveränderlichen Geldpolitik, ist das Gegenteil: ein Vermögenswert, der dank seiner programmierten Knappheit darauf ausgelegt ist, mit der Zeit an Wert zu gewinnen.

Was niemand vorhersah, ist, dass dieser erste Schritt der Beginn eines globalen Trends sein würde. In den folgenden Monaten begannen Unternehmen wie Tesla, Square (heute Block), MercadoLibre und Dutzende weitere, Bitcoin in ihre Bilanzen aufzunehmen. Und als die Zahlen von Strategy für sich selbst zu sprechen begannen – mit Renditen von über 1.000 % in fünf Jahren –, beschleunigte sich der Trend.

Heute ist das Saylor-Modell zu einem Referenzhandbuch für Finanzvorstände auf der ganzen Welt geworden. Die Schritte sind klar: Kapital aufnehmen (Aktien, Wandelanleihen oder Vorzugsaktien), dieses Kapital für den Kauf von Bitcoin verwenden und den Zyklus wiederholen. Der Schlüssel liegt darin, dass der Wert pro Aktie exponentiell wächst, wenn Bitcoin schneller an Wert gewinnt als die Kapitalkosten.

Die Kennzahl, die Strategy zur Messung seines Erfolgs verwendet, ist nicht der Kurs von MSTR, sondern der BTC Yield: die prozentuale Zunahme von Bitcoin pro verwässerter Aktie. Im Jahr 2024 betrug dieser Yield 74,3 %. Mit anderen Worten: Jede Strategy-Aktie repräsentiert heute 74 % mehr Bitcoin als vor einem Jahr, obwohl der Aktionär keine einzige zusätzliche Aktie gekauft hat.

Das Modell ist nicht frei von Risiken. Wenn der Bitcoin-Preis nachhaltig fällt, kann das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, die Kupons seiner Wandelanleihen und die Dividenden seiner Vorzugsaktien zu zahlen. Der Hebel, der die Gewinne verstärkt, verstärkt auch die Verluste. Doch für Saylor ist das der Preis, in der Liga des harten Geldes zu spielen: ohne Risiko keine Rendite.

Was er geschaffen hat, ist etwas Beispielloses: eine neue Art von Unternehmen, dessen einziger Zweck es ist, den knappsten Vermögenswert anzuhäufen, den es gibt. Es ist kein Fonds, keine Bank, kein Miner. Es ist ein reines Treasury-Unternehmen, und es verändert die Spielregeln.

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