MPC (Multi-Party Computation)
Kryptografisches Verfahren, das einen privaten Schlüssel in mehrere Shares aufteilt, die niemals vollständig an einem einzigen Ort rekonstruiert werden.
Definition
MPC (Multi-Party Computation, Mehrparteienberechnung) ist ein kryptografisches Verfahren, das es ermöglicht, eine Bitcoin-Transaktion zu signieren, ohne dass der vollständige private Schlüssel jemals an einem einzigen Ort existiert. Statt eines einzelnen Schlüssels wird der Schlüssel in mehrere Fragmente (Shares) aufgeteilt, die von unterschiedlichen Parteien verwahrt werden; zum Signieren führen diese Parteien ein gemeinsames Protokoll aus, das eine gültige Signatur erzeugt, ohne den gesamten Schlüssel jemals zu rekonstruieren. Kompromittiert ein Angreifer ein einzelnes Fragment, hat er nichts, womit er Gelder bewegen könnte.
MPC wird oft mit der Multisignatur (Multi-Sig) verglichen, denn beide beseitigen den Single Point of Failure, arbeiten jedoch auf unterschiedlichen Ebenen. Die Multisignatur ist nativ in Bitcoin: Die Blockchain selbst hält fest, dass beispielsweise 2 von 3 Signaturen erforderlich sind. MPC hingegen findet außerhalb der Kette statt: Für das Netzwerk ist es eine einzige Standardsignatur, was es flexibler (funktioniert gleich auf jeder Blockchain), privater (es legt die Signaturpolitik nicht On-Chain offen) und leichter in operative Abläufe integrierbar macht, im Gegenzug aber von der Implementierung des Anbieters abhängig statt vom Protokoll selbst.
In der Praxis ist MPC zur Grundlage eines großen Teils der institutionellen Verwahrung geworden. Anbieter wie Fireblocks und BitGo nutzen es — allein oder kombiniert mit Multi-Sig-Schemata und Cold Storage —, damit kein Mitarbeiter und kein Server die Signierfähigkeit bündelt, indem sie die Shares auf Geräte, Rechenzentren und gelegentlich den Kunden selbst verteilen. Es ist ein Schlüsselelement dafür, wie Unternehmens-Treasuries und ETFs große Bitcoin-Reserven schützen. Um zu vergleichen, welche Krypto-Verwahrer MPC, Multisignatur und Cold Storage einsetzen, sieh dir unseren Vergleich an.
Im Kontext
Fireblocks und BitGo setzen MPC ein, damit die Signatur einer Transaktion die Zusammenarbeit mehrerer verteilter Schlüsselfragmente erfordert, ohne dass der vollständige Schlüssel jemals auf einem Server existiert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist MPC bei der Verwahrung von Kryptowährungen?
MPC (Multi-Party Computation) ist ein kryptografisches Verfahren, das den privaten Schlüssel in mehrere Shares aufteilt, die von unterschiedlichen Parteien verwahrt werden; zum Signieren führen diese Parteien ein gemeinsames Protokoll aus, das eine gültige Signatur erzeugt, ohne den vollständigen Schlüssel jemals zu rekonstruieren.
Worin unterscheidet sich MPC von der Multisignatur?
Die Multisignatur ist nativ in Bitcoin und wird On-Chain festgehalten (zum Beispiel 2 von 3 Signaturen). MPC findet außerhalb der Kette statt und erzeugt eine einzige Standardsignatur: Es ist flexibler und privater, hängt aber von der Implementierung des Anbieters statt vom Protokoll selbst ab.
Lies diesen Begriff auf Spanisch: spanische Version →
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