Pristine Collateral
Sicherheit höchster Qualität: liquide, ohne Gegenparteirisiko und ohne Ausfallmöglichkeit. Bitcoin strebt an, das digitale Pristine Collateral zu sein.
Definition
Pristine Collateral (makelloses Collateral) ist das Finanzkonzept des perfekten Sicherungswerts: jener mit maximaler globaler Liquidität, ohne Gegenparteirisiko, ohne Ausfallmöglichkeit und universell akzeptiert. Historisch nahmen US-Staatsanleihen diese Rolle im Finanzsystem ein. Doch Staatsschulden bergen Emittentenrisiko, Zinsänderungsrisiko und vor allem das Risiko der Verwässerung durch Inflation: Ihre Kaufkraft wird durch die Geldmengenausweitung erodiert.
Die institutionelle These — populär gemacht im Kontext des Unternehmens-Bitcoin — besagt, dass Bitcoin die erste Form von wahrhaft makellosem Collateral in digitalem Format ist: ein Inhaberwert, on-chain verifizierbar, mit einem festen Angebot von 21 Millionen, ohne Gegenpartei, die ausfallen könnte, und ohne Zentralbank, die ihn verwässern könnte. Deshalb erkunden fortgeschrittene Treasuries seine Nutzung als Sicherheit, um Finanzierung zu erhalten, ohne den Vermögenswert zu verkaufen.
Im Kontext
Eine Staatsanleihe kann ausfallen oder durch Inflation an realem Wert verlieren; ein Bitcoin in Eigenverwahrung hat keine Gegenpartei, die ausfallen könnte — daher die Idee des Pristine Collateral.
Verwandte Begriffe
Lies diesen Begriff auf Spanisch: spanische Version →
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